Spaziergang durchs Quartier am 27.09.2026

17 Uhr Treffen Wallensteinstrasse 71, bei Alex

Dauer ca. 1,5 h +/-
Wir gehen zu Wohnhäusern, zu Schulen, nehmen Parks wahr und nicht zu vergessen unsere Kirchen und Bunker. Anschließend kehren wir noch, wer möchte, auf ein Getränk und ggf. von Euch mitgebrachten Kleinigkeiten (Potluck) wieder in Alex Haus ein.

„Man glaubt es kaum, aber auch Oberricklingen hat eine (Bau-) Geschichte“

Zur Vorinformation:

Industrialisierung und Entstehung als Arbeiterviertel

  • Wohnraum für Linden: Der eigentliche Aufstieg des modernen Oberricklingen begann mit der Industrialisierung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Durch den rasanten Fabrikboom im benachbarten Linden und nahe dem Bahnhof Fischerhof wurde dringend Wohnraum für Arbeiter benötigt.
  • Die Bauvereine: Der 1885 gegründete z.B der Spar- und Bauverein Ricklingen prägte die Entstehung entscheidend. Auch das „Heimatwerk“ hat etlichen Flüchtlingen aus Schlesien und Polen in den frühen 60ern ein neues zu Hause geboten
  • Erste geschlossene Siedlung: Im Jahr 1908 errichtete der Gemeinnützige Bauverein Ricklingen (GBR) die erste geschlossene Arbeiterwohnsiedlung Menzelstraße und Schnabelstraße. Diese einheitlich geplante Anlage steht heute unter Denkmalschutz.

Eingemeindung und Weltkriege

  • Weg nach Hannover: Zusammen mit Ricklingen wurde Oberricklingen 1913 zunächst in die Stadt Linden eingemeindet. Als Linden wiederum im Jahr 1920 nach Hannover integriert wurde, wurde auch Oberricklingen ein offizieller Teil der Großstadt.
  • Zerstörung im Zweiten Weltkrieg: Wegen der unmittelbaren Nähe zu strategisch wichtigen Bahnanlagen erlitt der Stadtteil im Zweiten Weltkrieg erhebliche Zerstörungen durch Luftangriffe.

Moderne Entwicklung und Charakter heute

  • Verkehrsberuhigtes Idyll: Heute ist Oberricklingen gezielt so angelegt, dass es nur über wenige Hauptachsen (wie die Göttinger Chaussee, Wallensteinstraße oder den Ricklinger Stadtweg) erreichbar ist. Die Wohngebiete selbst sind dadurch weitgehend vom Durchgangsverkehr befreit.
  • Genossenschaftlicher Charme: Die historischen Genossenschaftsbauten prägen noch immer das Stadtbild. Sie verbinden heute ruhiges, nachbarschaftliches Wohnen mit einer hervorragenden Infrastruktur und einer schnellen Stadtbahn-Anbindung an die Innenstadt.

Schauen wir unseren Stadtteil doch mal in einem Spaziergang an 😉.
Sicher habt ihr auch Geschichten zu erzählen?

VG Alex